Anton Klotz und Hans Ruff sind die Neuen im illustren Zirkel
Aktualisiert: vor 6 Stunden
KVBW-Präsident und DKV-Stilrichtungs-Referent Hans Ruff erhalten 9. DAN.

Neben den beiden KVBW-Ehrenpräsidenten Roland Hantzsche und Dr. Sigi Wolf sowie KVBW-Schatzmeister Rainer Wenzel, Günther Schleicher und Helmut Spitznagel hat der KVBW zwei weitere Träger des 9. DAN in seinen Reihen.
Im Rahmen der Bundesversammlung in Potsdam hatten die Delegierten der Landesverbände den Anträgen zur Verleihung des 9. DAN an Anton Klotz (KV Laupheim) und Hans Ruff (KD Gammertingen) zugestimmt. Das Plenum hatte damit die Verdienste von Klotz und Ruff für den Karatesport in Baden-Württemberg gewürdigt.
"Über diese besondere Auszeichnung habe ich mich sehr gefreut. Gleichzeitig möchte ich betonen, dass ich diese Ehrung nicht als alleinige persönliche Leistung sehe. In meinen 53 Jahren als Karateka haben mich sehr viele Menschen begleitet, unterstützt und geprägt. Ihnen allen gilt mein aufrichtiger Dank", so Anton Klotz.
Ein ganz besonderer Dank gehe selbstverständlich an den KV Laupheim, bei dem alles begonnen habe und bei dem die Grundlagen für den weiteren Weg im Karatesport gelegt worden seien.
"Werde Verantwortung annehmen"
Ihm sei bewusst, dass er mit der Verleihung des 9. DAN eine große Verantwortung innerhalb des DKV und für "unseren Karatesport" trage. "Diese Verantwortung werde ich – wie bisher – mit großer Leidenschaft, aber auch mit der notwendigen Konzentration und Ernsthaftigkeit annehmen und mich weiterhin zum Wohle unseres Karatesports einsetzen."
"Darüber hinaus möchte mich auch ganz besonders bei meiner Familie bedanken, die mich über viele Jahrzehnte hinweg unterstützt und immer viel Geduld mit mir und meinem Karateweg gehabt hat. Diese Zeit war doch sehr von zahlreichen Terminen und Verpflichtungen geprägt, so dass die Familie sicherlich das eine oder andere Mal etwas zu kurz gekommen ist. Umso mehr weiß ich ihre Unterstützung und ihr Verständnis zu schätzen."
"Leidenschaft und Lebens-Philosophie"
Hans Ruff hat in seiner langen Karate-Laufbahn zahlreiche Ämter bekleidet und noch inne. Genannt seien unter anderem seine Tätigkeit als Mitglied in der Bundeskampfrichter-Kommission, als KVBW-Leistungssport-Koordinator oder KVBW-Sportwart. Aktuell ist er DKV-Stilrichtungs-Referent und Mitglied der Bundesprüfer-Kommission für die Stilrichtung "Koshinkan".
Können Sie sich noch an Ihre Anfänge erinnern?
Hans Ruff: "Natürlich! Angefangen hat alles 1976 im Zuge einer Schul-AG. 1979 habe ich mein erstes Vereins-Training bei Zanshin Hechingen absolviert; ein Jahr später bin ich zu Zanshin Albstadt Ebingen gewechselt."

Wer waren Ihre inspirierenden "Lehr-Meister"?
Hans Ruff: "Pat McKay und Ludwig Kotzebue."
Warum haben Sie sich für die Stilrichtung Koshinkan entschieden?
Hans Ruff: "Koshinkan bietet ein gesundes Maß an Freiraum. Techniken mit dem Partner müssen funktionieren, fast jeder Konter wird im Tai Sabaki ausgeführt oder als direkter Konter. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist meine Verbindung zu Hans Wecks, dem Initiator des Koshinkan. Dessen Werte möchte ich weiter vermitteln und ausbauen."
Auf welche sportlichen Erfolge als Aktiver und Trainer blicken Sie besonders gerne zurück?
Hans Ruff: "Als Trainer durfte ich 2009 mit meiner Schülerin Katharina Maichle die Bronzemedaille bei den Nachwuchs-Europameisterschaften in Paris feiern. Abgesehen davon gab es zahlreiche nationale Titel, an denen unter anderem mein Sohn beteiligt war, die mich sehr gefreut haben. Und im vergangenen Jahr ist mein Enkel Dritter bei einer Deutschen Meisterschaft geworden."
Was bedeutet für Sie die Sportart?
Hans Ruff: "Karate ist ein Teil meines Lebens. Es prägt mich, begleitet mich und gibt mir Kraft, Disziplin und innere Stärke. Es ist Leidenschaft, Lebens-Philosophie und ein Weg, mich selbst immer wieder weiterzuentwickeln. Karate ist ein Teil von dem, was ich bin."
Autor: Dirk Kaiser Fotos: KVBW / Privat


