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Zwillingsschwestern liefern sich ein spannendes Finale

vor 23 Stunden
3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 12 Stunden

Masterklassen-Titelkämpfe: Mehr Medaillen für den KVBW als vergangenes Jahr.


Vor dem Finale beim Warm-up: Myriam Kern (links) und ihre Zwillingsschwester Rebecca Niggl
Vor dem Finale beim Warm-up: Myriam Kern (links) und ihre Zwillingsschwester Rebecca Niggl

Auch am Tag danach hatte sich die Enttäuschung bei Rebecca Niggl noch nicht so ganz gelegt. Nachdem die 35-jährige vom SK Walldürn im vergangenen Jahr das Kumite-Finale in der Ü35-Altersklasse (+60 Kilogramm) gegen Maike Schwanenberg (KC Bushido Bonn) souverän mit 7:1 gewonnen hatte, sollte, so war jedenfalls die Zielsetzung gewesen, in Oberhausen, dem Austragungs-Ort der diesjährigen Deutschen Meisterschaften, die Titelverteidigung gelingen.


Team Baden-Württemberg nach den Siegerehrungen
Team Baden-Württemberg nach den Siegerehrungen

Doch ausgerechnet ihre eineiige Zwillingsschwester Myriam Kern hatte dem Unterfangen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Da Myriam, die 2025 Dritte geworden war, im Finale beim Stand von 2:2 den Vorteil des Senshu hatte, war das Niggl'sche Vorhaben nicht in die Tat umgesetzt worden - was schon sehr emotional gewesen sei, wie die Silbermedaillen-Gewinnerin hernach bekundet hatte.



Oliver Benz, Ricardo Pfordt, Georgios Argiriadis, Adem Divrik und Faouzi Boukiri (von links) waren die fünf KVBW-Kampfrichter, die in Oberhausen zum Einsatz gekommen waren.



Da mit Larissa Mackert eine weitere Athletin vom SK Walldürn auf dem obersten Podium gestanden hatte, war der Verein aus dem Neckar-Odenwald-Kreis im Masterklassen-Medaillen-Ranking auf Platz fünf gelistet worden.


Zwei Brüder sorgen für vier Ettenheimer Medaillen: Tim (links) und Kai Ringwald
Zwei Brüder sorgen für vier Ettenheimer Medaillen: Tim (links) und Kai Ringwald

Mit diesem Abschneiden hatten die drei Walldürnerinnen dafür gesorgt, dass ihr Dojo die Nummer eins aus baden-württembergischer Sicht geworden war - vor Shinbukai KS Ettenheim, das mit einmal Gold, einmal Silber und zweimal Bronze auf Rang zwei gelandet war.


Verantwortlich dafür gewesen waren die beiden Brüder Kai (32) und Tim (30) Ringwald, die erstmals gemeinsam im Rahmen einer Deutschen Meisterschaft an den Start gegangen waren.


Kai Ringwald, Chandrasiri Hewa (Dhammika KD Seebronn) und Sarah Agte (Takumi 74 Erlenbach) war es zudem gelungen, den im Vorjahr gewonnen Titel zu verteidigen - wobei Agte, die sich auf die Unterstützung von Team-Europameisterin Shara Hubrich verlassen konnte, seinerzeit für den USC Duisburg gelistet worden war.



Zufriedene Gesichter bei Shara Hubrich (links) und Sarah Agte
Zufriedene Gesichter bei Shara Hubrich (links) und Sarah Agte

Mit siebenmal Gold, siebenmal Silber und elfmal Bronze war die Medaillen-Ausbeute gegenüber 2025 (7-7-9) noch einmal gesteigert worden.


Die Top-Drei-Platzierungen GOLD Kai Ringwald (Shinbukai KS Ettenheim) / Kata (Ü30) Finale: 3:2 gegen Dennis Knebel (SGS Erlangen) Sarah Agte (Takumi 74 Erlenbach) / Kata (Ü35) Finale: 4:1 gegen Sladana Zechlin (KC Bushido Bonn)

Chandrasiri Hewa (Dhammika KD Seebronn) / Kata (Ü55) Finale: 4:1 gegen Süleyman Yildirim (TuS International Bremen)

Larissa Mackert (SK Walldürn) / Kumite (Ü30 / -60 Kilogramm) Finale: 3:3 gegen Tanja Hoevemeyer (KD Ippon Schleswig)

Myriam Kern (SK Walldürn) / Kumite (Ü35 / +60 Kilogramm) Finale: 2:2 gegen Rebecca Niggl (SK Walldürn)

Frank Reuter (MTV Ludwigsburg) / Kumite (Ü35 / +80 Kilogramm) Finale: 4:1 gegen Maksim Haruntyunyan (Dojo Lemgo-Lippe)

Uwe Careni (KD Bietigheim) / Kumite (Ü65 / -80 Kilogramm) Duell um Bronze: 4:1 gegen Andreas Heinrich (Karate Zentral Dojo Konstanz)


Kata-Impressionen


SILBER Jamel Zribi (KD Fischbach) / Kata (Ü35) Finale: 0:5 gegen Marc-René Wiediger (JKK Nippon Berlin)

Rebecca Niggl (SK Walldürn) / Kumite (Ü35 / +60 Kilogramm) Finale: 2:2 gegen Myriam Kern (SK Walldürn)

Sanbaku Bodensee (Sandra Seidel, Jamel Zribi, Rainer Wilhelm) / Kata (Mixed) Finale: 0:5 gegen LV Berlin (JKK Nippon Berlin) Angelique Migule (KSS Nürtingen) / Kumite (Ü30 / +60 Kilogramm) Finale: 1:5 gegen Denise Rottewert (AKASHI Karate St. Arnold)

Kai Ringwald (Shinbukai KS Ettenheim) / Kumite (Ü30 / +80 Kilogramm) Finale: 0:2 gegen Pedro Henrique Cassaro Travaglia (Dojo Lemgo-Lippe)

Dusko Voskar (KD Ilvesheim) / Kumite (Ü45 / +80 Kilogramm) Finale: 1:5 gegen Patrick Olszewski (Judo Karate Schule Goslar) Andreas Heinrich (Karate Zentral Dojo Konstanz) / Kumite (Ü65 / -80 Kilogramm) Finale: 1:4 gegen Uwe Careni (KD Bietigheim)


Siegerehrungs-Impressionen

 

BRONZE

Tim Ringwald (Shinbukai KS Ettenheim) / Kata (Ü30) Duell um Bronze: 4:1 gegen Nico Privitera (KD Ilvesheim)

Marlene Aichinger (Stuttgart Dojogemeinschaft) / Kata (Ü30) Duell um Bronze: 5:0 gegen Carina Schlegel (AKASHI Karate St. Arnold) Sandra Seidel (KJC Ravensburg) / Kata (Ü35) Duell um Bronze: 5:0 gegen Christina Gödderz (KV Langen)

Andreas Heinrich (Karate Zentral Dojo Konstanz) / Kata (Ü65) Duell um Bronze: 4:1 gegen Andreas Polster (1. Shotokan Karate-Zentrum Forchheim)

Ulrike Licht (1. Mannheimer Judo-Club) / Kata (Ü65)

Viktoria Herrmann (FV 09 Nürtingen) / Kumite (Ü30 / +60 Kilogramm)

Josephine Schneider (KJC Ravensburg) / Kumite (Ü45 / -60 Kilogramm)

Effi Mauz Brüchle (KD Gammertingen) / Kumite (Ü55 / -60 Kilogramm)

Tim Ringwald (Shinbukai KS Ettenheim) / Kumite (Ü30 / +60 Kilogramm)

Ünal Ay (MTV Ludwigsburg) / Kumite (Ü45 / +80 Kilogramm)

Markus Pahlke (Karate Zentral Dojo Konstanz) / Kumite (Ü55 / +80 Kilogramm) Duell um Bronze: 4:1 gegen Sandro Barbato (1. JCC Dortmund)


Autor: Dirk Kaiser Fotos: DKV / Brigitte Allmann


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