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Verband trauert um Karate-Enthusiasten Günter Frank

Erfolgreicher Athlet, engagierter Trainer und langjähriger Schatzmeister verstorben.

Günter Frank, Jahrgang 1938, und der Karate-Sport: Es war eine besondere, eine innige, eine dauerhafte Beziehung, die in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begonnen und die ihn in den 70er Jahren bis an die deutsche Spitze geführt hatte. So wurde er 1975 unter anderem Deutscher Mannschafts-Meister mit dem Mannheim 1975 – zusammen mit Dr. Sigi Wolf, den Ehrenpräsidenten des Karateverbandes Baden-Württemberg (KVBW). Seine Härte war bei den Gegnern gefürchtet – deswegen auch sein Spitzname "Hara-Sensei".


Obwohl er als Aktiver zahlreiche Erfolge feierte, hatte Frank, der dem Goju Ryu und Tokio Funasako (Foto unten) sehr verbunden gewesen war, mit dem Licht, das auf ihn gerichtet war, gefremdelt. Vielmehr zeichnete ihn eine Bescheidenheit aus, die er später auch als Bundeskampfrichter und Trainer in verschiedenen Vereinen beibehalten sollte. Die Mitglieder des Dojos in Waldshut, wo er von 1994 bis 2015 als Wissensvermittler tätig gewesen war, dürften dies bestätigen können.

Auch Hans-Peter Speidel, Geschäftsführer des KVBW, hat Günter Frank als "hilfsbereiten und warmherzigen Menschen" kennengelernt. Er sei ihm, Speidel, eine große Hilfe gewesen, "als ich das Amt vor 15 Jahren übernommen habe", erinnert sich Speidel. Schließlich hatte Frank, der innerhalb des KVBW über viele Jahrzehnte als Schatzmeister amtiert hatte, über das nötige Know-how verfügt. Sein analytisches Denken und sein Sachverstand in Rechtsfragen finden sich noch heute in den Satzungen und Ordnungen des Landesverbandes wieder.


Günter Frank, dessen Anekdoten über seine Kämpfe legendär sind, lebte vor, was Karate ausmacht. Am 1. Januar 2023 verstarb er nun im Alter von 84 Jahren in Heidelberg. Er wird dem Karatesport fehlen.



Autor: Dirk Kaiser Fotos: Privat

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