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Aus der Komfortzone: "Jahre voller Disziplin, Opfer und harter Arbeit"

  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 20 Stunden

EM-Starter Renzo-Ney Volpe Pintos über "seinen Weg und schwierige Momente".


Renzo-Ney Volpe Pintos startet entweder am Donnerstagnachmittag oder am Freitagvormittag mit dem Team in den Wettbewerb
Renzo-Ney Volpe Pintos startet entweder am Donnerstagnachmittag oder am Freitagvormittag mit dem Team in den Wettbewerb

Renzo-Ney Volpe Pintos (MTV Ludwigsburg) ist der Novize im deutschen Kumite-Team. Erst spät war Pintos (-84 Kilogramm) von Bundestrainer Noah Bitsch für den Mannschafts-Wettbewerb nominiert worden.


Warum er seine Komfortzone verlassen musste, welche Gefühle die Nominierung bei ihm ausgelöst hat und worauf er sich während der Tage in Frankfurt freut, erläutert er im folgenden Interview.


Sie feiern in Frankfurt Ihre EM-Premiere. Welche Gefühle löst diese Tatsache in Ihnen aus?

Volpe Pintos: "Mein Debüt bei einer Europameisterschaft für Deutschland zu geben, bedeutet mir unglaublich viel. Dahinter stecken Jahre voller Disziplin, Opfer und harter Arbeit - auch wenn vieles davon niemand gesehen hat. Das Niveau hierzulande ist richtig hoch. Deshalb zeigt mir das Ganze, dass sich Einsatz auszahlt. Der Weg war nicht einfach: Ich musste meine Komfortzone verlassen, viele Kilometer fahren und Orte suchen, an denen Leistung, Fairness und harte Arbeit wirklich zählen."



Sie sind quasi im letzten Moment auf den EM-Zug aufgesprungen: Was ist Ihnen durch den Kopf gegangen, als Sie von der Nominierung erfahren haben?

Volpe Pintos: "Es war eine Mischung aus Freude, Stolz und Motivation. So eine Chance erhältst man nicht erst im letzten Moment. Du musst schon lange vorher an dich glauben und jeden Tag dafür arbeiten. Ich habe weiter hart trainiert, auch als ich noch nicht wusste, ob ich überhaupt dabei sein werde. Und ich glaube, genau das ist einer der wichtigsten Punkte im Sport und im Leben: weiterkämpfen, auch wenn du das Ergebnis noch nicht siehst. Niemals aufgeben."


Hatte 2023 am DKV-"Supercup" in Düsseldorf teilgenommen: Renzo-Ney Volpe Pintos (links)
Hatte 2023 am DKV-"Supercup" in Düsseldorf teilgenommen: Renzo-Ney Volpe Pintos (links)

Worauf freuen Sie sich am meisten während der Tage in Frankfurt?

Volpe Pintos: "Auf die Atmosphäre und mit einigen der besten Karateka Europas auf der Tatami zu stehen. Das sind genau die Momente, von denen man als junger Sportler träumt - ohne zu wissen, wie weit man einmal kommen kann. Außerdem motiviert es mich extrem, Deutschland zu vertreten und meinen eigenen Kampfstil zu zeigen. Da ich Erfahrung in verschiedenen Kampfsportarten gesammelt habe, möchte diese Intensität und Mentalität ins Team einbringen."


Abseits der EM-Teilnahme: Welches sportliche Highlight in Ihrer Laufbahn ist Ihnen am stärksten in Erinnerung geblieben?

Volpe Pintos: "Ich glaube, die Momente, die am meisten hängen bleiben, sind nicht nur die Siege, sondern alles, was du überwinden musst, um überhaupt dorthin zu kommen. Wenn ich auf meinen Weg zurückblicke, denke ich besonders an die Zeiten, in denen ich trotz schwieriger Momente weitertrainieren und weiterwachsen musste. Es gab viele Hindernisse und Situationen, in denen ich gegen Dinge kämpfen musste, die nichts mit fairem Wettkampf zu tun hatten. Genau dort formt sich der Charakter eines Athleten - und genau dort lernst du, niemals aufzugeben."


Autor: Dirk Kaiser Fotos: Melissa Holzner & DKV / Brigitte Kraußer



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