top of page

Großer Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften

  • vor 9 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 11 Minuten

Zertifizierung von 16 neuen SV-Lehrerinnen und -Lehrern in Greffern.


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Uwe Careni (links)
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Uwe Careni (links)

Mit einem intensiven zweiten Ausbildungs-Wochenende wurde die Ausbildung zum SV-Lehrer beziehungsweise zur SV-Lehrerin erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – 13 Männer und drei Frauen – stellten sich beim BUDO-Club Greffern den abschließenden Inhalten des Schwerpunkt-Moduls "Erwachsene / Frauen" und erhielten zum Abschluss ihre Zertifizierung.


Bereits im ersten Ausbildungsteil waren zentrale Grundlagen moderner Selbstverteidigung vermittelt worden: rechtliche Aspekte, präventives Verhalten, realitätsnahe Angriffs-Situationen sowie die verantwortungsvolle Rolle der Lehrenden.


Im zweiten Teil standen nun die Vertiefung und die praktische Umsetzung im Mittelpunkt. Dabei ging es nicht nur um technische Lösungen, sondern vor allem um die Fähigkeit, Selbstverteidigung sinnvoll, zielgruppengerecht und methodisch fundiert zu unterrichten.


Ist hierzulande eine Koryphäe auf seinem Spezial-Gebiet: Dr. Sigi Wolf
Ist hierzulande eine Koryphäe auf seinem Spezial-Gebiet: Dr. Sigi Wolf

Geleitet wurde der Lehrgang von zwei erfahrenen Referenten: Dr. Sigi Wolf (9. DAN) und Uwe Careni (7. DAN). Beide brachten ihre langjährige Erfahrung in Karate, Selbstverteidigung und Gewaltschutz ein und führten mit hoher fachlicher Kompetenz durch das anspruchsvolle Wochenende.


Der erste Tag begann mit dem Thema "Gefährdungslagen männlicher Erwachsener" und "präventive Maßnahmen". Anschließend wurden Selbstverteidigungs-Optionen gegen Faust- und Fußangriffe wiederholt und in verschiedenen Situationen weiterentwickelt.


Auch grundlegende Prinzipien wie "Verletzungs-Minimierung", "das Lösen aus Fass- und Griff-Angriffen" sowie "situationsangepasstes Handeln" wurden erneut intensiv trainiert.


Am zweiten Tag rückten insbesondere Gefährdungslagen weiblicher Erwachsener in den Fokus. Thematisiert wurden unter anderem präventive Maßnahmen, Selbstverteidigungs-Möglichkeiten bei sexualisierter Gewalt sowie Handlungs-Möglichkeiten bei körperlicher Unterlegenheit. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem methodischen Aufbau von Selbstverteidigungs-Einheiten.


Moderne Selbstverteidigung: weit mehr als das Beherrschen einzelner Techniken


Zum Abschluss zeigte sich deutlich, wie groß der Bedarf an gut ausgebildeten Lehrkräften im Bereich "Selbstverteidigung" ist. Denn moderne Selbstverteidigung bedeutet weit mehr als das Beherrschen einzelner Techniken: Sie verbindet Aufmerksamkeit, Prävention, klare Entscheidungen, angemessene körperliche Reaktion und die Fähigkeit, Menschen Sicherheit und Handlungs-Kompetenz zu vermitteln.


Stärkung der Kompetenz in wichtigem gesellschaftlichem Aufgabenfeld


Mit 16 neu zertifizierten Selbstverteidigungs-Lehrkräften, die durch ihre Zertifizierung in ihren Vereinen Kurse dieser Art anbieten können, die technisch wirksam und pädagogisch sinnvoll aufgebaut sind, stärkt der KVBW seine Kompetenz in einem wichtigen gesellschaftlichen Aufgabenfeld und setzt ein klares Zeichen für qualifizierte, realitätsnahe und verantwortungsvolle Selbstverteidigung im Karate.


Das sind die neuen SV-Lehrerinnen und - Lehrer: Ursula Dangelmayr, Cedric Careni, Jasmin Glaßmann, Manfred Huhn, Ralph Schwarz, Jürgen Doderer, Manfred Gaida, Bernd Juraschko, Tobias Beck, Lars Stommer, Giuseppe Cortese, Jürgen Knop, Harald Kern, Knut Reimers, Alexander Kraus und Tanja Trächtler.


Autor: Lars Stommer

Fotos: Jasmin Glaßmann & Jürgen Liedtke (fotoflexibel.de)


Kommentare


bottom of page