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Istanbul vergessen gemacht: Bronze für Johanna Kneer in Rom

  • 16. März
  • 3 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 16. März

Premier League: 5:0-Erfolg gegen Dora Fleischer im "kleinen Finale".


Zufriedenheit bei Bundestrainer Noah Bitsch (links), Johanna Kneer und Thomas Nitschmann
Zufriedenheit bei Bundestrainer Noah Bitsch (links), Johanna Kneer und Thomas Nitschmann

Johanna Kneer (KJC Ravensburg) hat im Rahmen der Karate One Premier League ihr bislang bestes Ergebnis in diesem Jahr erzielt. In Rom war Kneer in der Gewichtsklasse +68 Kilogramm mit der Bronzemedaille bedacht worden. Zuvor hatte sie im "kleinen Finale" die Ungarin Dora Fleischer, die in der Weltrangliste auf Position 52 geführt wird, mit 5:0 besiegt.


"Die ersten Minuten waren taktisch geprägt - weil Johanna ausgelotet hatte, wie die Gegnerin vorgeht. Zwei wunderbare Konter und ein wunderschöner Mawashi-Geri haben schließlich dazu geführt, dass sie ganz einfach und ungefährdet den dritten Platz erreicht hat", hatte hernach die Einschätzung von DKV-Leistungssport-Referent Thomas Nitschmann gelautet.


Wiedergutmachung gegen Clemence Pea


Dass die Weltmeisterin und "World-Games"-Gewinnerin des vergangenen Jahres das frühe Aus in Istanbul bestens verarbeitet hat, hatte sich bereits in der Vorrunde abgezeichnet: Gegen die Französin Clemence Pea, gegen die sie zuletzt zweimal verloren hatte (unter anderem in der türkischen Millionen-Metropole mit 1:4), hatte Kneer keinen Zweifel am Gewinn des Kampfes aufkommen lassen - und mit dem 5:0 den Grundstein zum Weiterkommen gelegt.


Nach zwei weiteren "Zu-Null-"Resultaten hatte die 28-Jährige im Viertelfinale eine weitere beeindruckende Leistung abgeliefert und Dariia Bulay aus der Ukraine mit 7:2 distanziert.


Knappe Halbfinal-Niederlage im Duell auf Augenhöhe


Dass das Halbfinale eine enge und knifflige Angelegenheit werden würde, war zu erwarten gewesen. Schließlich hatte die Britin Rochelle Walters Johanna Kneer im vergangenen Jahr zweimal im Rahmen von Premier-League-Veranstaltungen bezwungen (im Bronze-Duell von Paris mit 3:2 und im Viertelfinale von Rabat mit 4:3) und sich bei den Weltmeisterschaften in Kairo die Bronzemedaille gesichert.


Und auch diesmal hatte sich Walters, die von ihren großen Spannweite profitiert, gegen Kneer durchgesetzt - wieder mit 4:3, und wieder einmal waren sich beide Athletinnen auf Augenhöhe begegnet.


Die Kneer-Resultate

5:0 gegen Clemence Pea (Frankreich)

2:0 gegen Maryia Malakhava (Neutrale Athletin)

0:0 gegen Astamaja Bath (Dänemark)

Viertelfinale: 7:2 gegen Dariia Bulay (Ukraine)

Halbfinale: 3:4 gegen Rochelle Walters (England)

Duell um Bronze: 5:0 gegen Dora Fleischer (Ungarn)


Nikolai Sekot
Nikolai Sekot

Zweimal 0:3 gegen die EM-"Crasher" von 2025 und 2024


Für den Fünften von Istanbul hatte es diesmal nicht zu einer weiteren Top-Platzierung gereicht - weil Nikolai Sekot (MTV Ludwigsburg) zwei Niederlagen (bei einem Sieg) in der Gewichtsklasse +84 Kilogramm hatte hinnehmen müssen. 


Den ersten Dämpfer hatte es direkt zu Beginn mit dem 0:3 gegen Ondrej Bosak gegeben. Für den Tschechen, der sich zuletzt im Rahmen der 2025er-EM in Jerewan in der zweiten Runde mit 5:4 gegen Sekot durchgesetzt hatte, war es der zweite Sieg in Folge gegen den Deutschen.


Auch der Abschluss-Kampf war aus Sicht des DKV-Youngsters mit 0:3 ausgegangen. Diesmal hatte der Gegner Andjelo Kvesic aus Kroatien geheißen - und der hatte Sekot, ebenfalls in der zweiten EM-Runde, allerdings 2024 in Zadar, mit dem 2:2 das Weiterkommen verbaut.


Die Sekot-Resultate

0:3 gegen Ondrej Bosak (Tschechien)

7:4 gegen Michael Ghislandi (Italien)

0:3 gegen Andjelo Kvesic (Kroatien)


Muhammed Özdemir
Muhammed Özdemir

Wildes Auftakt-Spektakel als Knackpunkt


Es war nicht so gelaufen, wie es sich Muhammed Özdemir (Rhein-Neckar Knights) vorgestellt hatte: Statt mit einem Erfolg gegen Petros Karras (Griechenland) in die durchaus knifflige Vorrunden-Gruppe zu starten, hatte sich Özdemir nach einem wilden Spektakel (1:1, 3:1, 3:3, 4:3, 4:4, 4:5) gleich zum Auftakt eine Hypothek eingehandelt, die er gerne vermieden hätte.


Um überhaupt noch die Minimal-Chance aufs Weiterkommen zu wahren, hätte es eines Sieges gegen Omer Abdurrahim Ozer (Türkei) bedurft. Da indes auch dieses Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt gewesen war und der DKV-Youngster mit 3:4 das Nachsehen gehabt hatte, war das letzte Duell, das ebenfalls verloren gegangen war, nur von statistischem Belang gewesen.


Die Özdemir-Resultate

4:5 gegen Petros Karras (Griechenland)

3:4 gegen Omer Abdurrahim Ozer (Türkei)

0:8 gegen Luca Maresca (Italien)


Autor: Dirk Kaiser Fotos: DKV / Brigitte Kraußer & Passai (Hendrik Willemsen)

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