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Anti-Doping Beauftragter

Markus Waurick Dr. Markus Waurick
Anti-Doping Beauftragter
Oberschwaben Klinik GmbH
Postfach 2160
88191 Ravensburg
Tel. 0751 – 87-0
Fax 0751 – 87-25 23
anti-doping@karate-kvbw.de

 

Einblicke in das Regelwerk

Doping, ein hochaktuelles Thema, welches vor allem im Fußball, im Radsport sowie in Fitnessstudios, und dort sogar auch von Breitensportlern, sehr kontrovers diskutiert wird. Doping, auch ein Thema im Karate? Diese Frage lässt sich für den Breitensport im Karate, also für das traditionelle Karatedo sicherlich mit einem klaren Nein beantworten, da die Einnahme von leistungssteigernden oder muskelbildenden Mitteln für den Karatebreitensportler wenig Sinn machen würde. Aber ist eventuell der Karate-Wettkampfsport von dieser Thematik betroffen? Um allen diesbezüglichen Spekulationen von vorn herein keinerlei Nährboden zu bieten, hat der Deutsche Karate Verband ein eindeutiges Signal gesetzt und Anfang dieses Jahres eine Anti-Doping-Ordnung in seiner Satzung verankert. Die Schwerpunkte dieser Ordnung sowie die daraus resultierenden Konsequenzen für die Athletinnen und Athleten sollen, soweit dies in gekürzter Form möglich ist, nachfolgend zusammengefasst und etwas genauer betrachtet werden.

Das relativ umfangreiche Antidoping-Regelwerk wird von der World-Antidoping-Agency (WADA) vorgegeben und auf nationaler Ebene in Deutschland von der Nationalen-Antidoping-Agentur (NADA) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Fachverbänden (DKV, KVBW) umgesetzt. 
 

Allgemein versteht man unter Doping die Verwendung von Substanzen aus der Gruppe verbotener Wirkstoffe (z.B. Diuretika, Anabolika, EPO) und/oder die Anwendung verbotener Methoden (z.B. Blutdoping). Neben diesen, in Blut- oder Urinproben nachweisbaren Verstößen gegen die Anti-Doping-Ordnung (ADO) werden außerdem mit entsprechenden Sanktionen geahndet:

– der Besitz verbotener Substanzen und/oder verbotener Methoden;
– der Vertrieb und die Verabreichung verbotener Substanzen und/oder verbotener Methoden;
– das Versäumnis oder die Verweigerung einer Dopingprobe;
– Versäumnisse hinsichtlich der Meldepflicht;

 
Anti-Doping Beauftragter
 
Es ist in diesem Zusammenhang besonders darauf hinzuweisen, dass jeder Athlet für die Einhaltung der Anti-Doping-Bestimmungen in seinem Umfeld selbst verantwortlich ist. Die für diesen Zweck grundsätzlich erforderliche detaillierte Kenntnis verbotener Substanzen und Methoden kann aus einer entsprechenden Liste gewonnen werden, welche von der NADA mindestens einmal im Jahr aktualisiert und veröffentlicht wird (www.nada-bonn.de).
 
Sollte für eine Behandlung im Krankheitsfall der Einsatz von Medikamenten notwendig sein, deren Wirkstoffe auf der Verbotsliste stehen, so muss für diesen Fall eine Meldung an die NADA erfolgen und eine medizinische Ausnahmegenehmigung eingeholt werden, und zwar vor Einnahme der Medikamente. Das diesbezügliche Verfahren ist im sogenannten Standard für Medizinische Ausnahmegenehmigungen (Standard for Therapeutic Use Exemptions, STUE) international geregelt. Dopingkontrollen können grundsätzlich bei allen internationalen und nationalen Wettkämpfen eines dem Dopingkontrollsystem angeschlossenen Sportverbandes erfolgen. Darüber hinaus gehören Mitglieder des A-, B-, C- und D-Kaders dieses Verbandes einem Testpool an und sind damit einem fortwährenden Dopingkontrollsystem unterworfen. Die betreffenden Kaderathleten werden vom Fachverband (DKV) über ihre Zugehörigkeit zum nationalen Testpool schriftlich informiert und müssen dann zu jeder Zeit für mögliche Dopingkontrollen zur Verfügung stehen. Um dies gewährleisten zu können sind die davon betroffenen Athleten in Eigenverantwortlichkeit dazu verpflichtet (Whereabaouts Meldepflicht), die NADA vierteljährlich im Voraus darüber zu informieren, wo sie sich an jedem Tag des nächsten Quartals aufhalten. Für diese Informationen kann das auf der Internetseite der NADA verfügbare, sogenannte Antidoping Administration & Management System (ADAMS) genutzt werden. Seit 01. Januar 2009 müssen die betroffenen Athletinnen und Athleten außerdem für jeden Tag des Jahres eine Stunde benennen, zu der sie an einem bestimmten Ort für Dopingkontrollen erreichbar sind. Dopingkontrollen erfolgen in der Regel unangesagt. Ihre Durchführung ist von der NADA im sogenannten Standard für Dopingkontrollen geregelt. 
 
Verstöße gegen die Anti-Doping-Bestimmungen werden mit zum Teil ganz erheblichen Sanktionen bestraft. So ist beispielsweise bei erstmalig positivem Analyseergebnis einer Dopingprobe bereits eine zweijährige Sperre fällig. Auch dreimalige Versäumnisse gegen die Meldepflichten innerhalb von 18 Monaten ziehen bereits eine Sperre von mindestens ein bis zwei Jahren nach sich. Es ist dabei nicht erforderlich, dass Vorsatz, Verschulden, Fahrlässigkeit oder wissentlicher Verstoß seitens der Athletinnen und Athleten nachgewiesen wird. Mitglieder der DKV-Kader werden bei der angesprochenen Thematik, wie bereits erwähnt, eigenverantwortlich in die Pflicht genommen und sollten sich deshalb unbedingt mit der erörterten Materie im Detail auseinandersetzen. Wenn man bedenkt, dass schon nach der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (untersuchte Proben wiesen teilweise auf der Verpackung nicht deklarierte Steroide auf) oder nach dem Genuss von Mohnkuchen (Mohnsamen mit Morphinspuren) Probleme bei der Dopingprobe auftreten können, erscheint eine umfassende Information über das Antidopingregelwerk als unerlässlich.  
 
Dr. Wolfgang Rau
Anti-Doping-Beauftragter des KVBW
 
Weitere Infos:
Liebe Kaderathleten,
die NADA hat ab sofort eine APP zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt. Hier könnt Ihr aktuell und schnell alle relevanten Infos bezüglich Antidoping erhalten. Unter anderem ist eine Suchfunktion für Medikamente und Methoden eingebaut. Nach Eingabe des Medikamentes erscheint die genaue Vorgabe der NADA, ob die Medikation erlaubt ist oder nicht. Auch Abstufungen für den Wettkampf- und Trainingsbetrieb sind vorhanden. Somit erleichtert Ihr Eurem Hausarzt, der sich eventuell mit den Antidopingbestimmungen nicht auskennt die Arbeit. Auch Ihr seid auf der sicheren Seite. http://www.gemeinsam-gegen-doping.de/
 
 
 
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